Informationen über Antriebe
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Durch die Unabhängigkeit verschiedener Antriebsachsen von der zentralen hydraulischen Versorgung lassen sich nicht nur Zeitvorteile für den Gesamtzyklus und damit ein entscheidendes Plus an Produktivität, sondern auch Einsparungsmöglichkeiten beim Energieeinsatz sinnvoll nutzen. ARBURG hat deshalb sein modulares Maschinenkonzept um das elektromechanische Dosieren erweitert. Der Einsatz des elektromechanischen Systems macht die Dosierachse unabhängig von der Hydraulikversorgung. Damit verlängert sich das Zeitfenster zum Dosieren von „Ende Nachdruck“ bis „Beginn Einspritzen“. Die entstehenden Einsparpotentiale reichen bis in den Sekundenbereich, da gleichzeitig zu den Öffnungs- und Schließbewegungen der Werkzeuge beziehungsweise zum Auswerfen dosiert werden kann.Der Einsatz des Elektromotors zum Dosieren bringt gegenüber dem konventionellen hydraulischen Vorgang eine Energieersparnis von bis zu 20 Prozent bezogen auf den Gesamtzyklus. Darüber hinaus kann durch die Unabhängigkeit der Dosierachse eine schonendere Masseaufbereitung erreicht werden, da aufgrund der gleichzeitigen Bewegungen nur eine niedrigere Schneckendrehzahl notwendig ist. Trotz gleichbleibendem Durchsatz ist die Scherbelastung des Materials geringer, die Schmelzehomogenität verbessert sich und die Massetemperatur kann abgesenkt werden. Dadurch verringert sich die Restkühlzeit sowie die Gesamtzykluszeit.Da bis zu 60 Prozent des gesamten Energieaufwands auf das Plastifizieren des Kunststoffs entfällt, kann auch der Hauptmotor der Maschine durch das elektromechanische Dosieren entlastet werden. Das bedeutet für den Spritzgießprozess höhere Durchsatzleistungen bei gleichbleibender Größe des Hauptantriebsmotors.Die bauliche Integration der neuen Antriebseinheit ist gegenüber der Ausführung mit Winkelgetriebe noch modularer. Die platzsparende Kombination von Planetengetriebe und Servomotor ermöglicht den Einsatz der Spritzeinheiten auch in vertikaler Stellung.
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