Informationen über Mikrowellen in der Verfahrenstechnik
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Dielektrische Materialien sind aufgrund ihrer molekularen Struktur schlechte Wärmeleiter. Da sie jedoch häufig mit Hilfe von Druck und Wärme verarbeitet werden, ist die Entwicklung eines innovativen Heizverfahrens zur Überwindung der schlechten Wärmeleitungseigenschaften dieser Materialien sinnvoll. Ein solches fortschrittliches Verfahren, mit dem Zykluszeiten und Energieeinsatz reduziert werden können, stellt die Erwärmung mit Hilfe von Mikrowellen dar. Abhängig vom molekularen Aufbau eines Werkstoffes bzw. von seiner chemischen Zusammensetzung kann dieser über seine polare Struktur oder seine Leitfähigkeit Mikrowellen absorbieren. Damit stellt die Mikrowellentechnik eine geeignete Methode dar, um entsprechende Materialien, deren Prozeßzeiten bei herkömmlichen Erwärmungsmethoden relativ lange sind, in kürzerer Zeit bei gleichzeitiger Energieeinsparung zu erwärmen. Aufgrund der großen Wellenlänge und der daraus resultierenden hohen Eindringtiefe der Mikrowellen in diese Materialien ergibt sich eine volumetrische Erwärmung. Die schlechte Wärmeleitung der Materialien, die in der Regel ein schnelles Aufheizen größerer Massen verhindert, spielt für die Einkoppelung der Energie mittels Mikrowellen eine untergeordnete Rolle.
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